Jahresaustellung in der G A L E R I E L I N D E R N

Zu der in diesem Jahr vorgezogenen “Weihnachtsausstellung” hatte die
G A L E R I E L I N D E R N eingeladen.
Die Besucher erwartete eine vielfältige farbenprächtige Schau mit insgesamt sieben verschiedenen Künstlern.

Simone Jänke studierte Grafik in Münster und zeigte wunderschöne Farbholzschnitte. Tägliche Beobachtungen werden festgehalten in Zeichnungen und Texten. Sie liefern die Vorlagen für ihre Geschichten, die sie in kleinen handgedruckten Auflagen in ihren Holzschnitten umsetzt. Wir begegnen einem Bilderkanon, der in seiner experimentellen Vielschichtigkeit immer wieder auch Freiräume lässt für eigene Entdeckungen und Lesbarkeit.

Mit Heike Krebs Bechtel kam eine Künstlerin nach Lindern, die zunächst eine Ausbildung zur Steinbildhauerin machte. Nach einem Stipendium in Venedig studierte sie Malerei in Wiesbaden. Seit 1990 ist sie freischaffend als Künstlerin tätig. Ausgehend von den Grundformen des Quadrats und des Rechtecks entwickelt sie geometrische plastische Objekte, die durch die malerischen Farbaufträge zu Farbkörpern, zu Farbobjekten werden.
Die Form, reduziert, einfach und klar, dient der Farbe, die Form wird zum Farbträger. Im Gegensatz zur Einfachheit der Formen stehen die höchst differenzierten Farbwerte und Farbwirkungen, die sie vor dem Betrachter ausbreitet.

Crischa Siegel aus Köln ist den Besuchern der Galerie keine Unbekannte. Sie stellte zum wiederholten Mal in Lindern aus und zeigte neue Bilder. Schwerpunkt dabei sind ihre Arbeiten “Südliche Architekturen” und “Still Leben”. Seit drei Jahren bewegt sich die Künstlerin auf einem neuen Pfad: Zu den Stilleben, Materialarbeiten und abstrakten Werken mit Farbfeldern sind Bilder von Häusern gekommen, genauer von Hausecken, Fassadenabschnitten, Dächern und Treppen die außen an den Häusern angebracht sind. Unglaubliches Licht, reine Form, reine Architektur: Bilder von Crischa Siegel.

Auch mit Wendelin Gräbener und Franz Winkelkotte kamen wieder zwei Künstler in die Galerie, die schon mehrmals mit ihren Werken in der G A L E R I E L I N D E R N vertreten waren. Wendelin Gräbener zeigte neue spannende plastische Keramiken in wechselvollem Spiel von Dynamik und Statik. In Form und Farbe variierte sie das Thema Mann und Frau als Balanceakt zwischen Ordnung und Chaos.

Franz Winkelkotte zeigte neue Glasobjekte, deren faszinierende Eigenart in ihrer raumgreifenden, lichten Transparenz liegen. Farbe im Glas ist lichtes Element, das sich in seiner Ausstrahlung als farbiges Licht vom Gegenstand löst.
Als weiteren Höhepunkt der Ausstellung zeigten schließlich mit Luitgard Korte und Annette Kreutter zwei Goldschmiedinnen aus Köln wunderbaren und edlen Schmuck.

Luitgard Korte ist ausgebildete Goldschmiedemeisterin und zeigt opulenten farbenfrohen Schmuck mit edelsten Materialien, mit dem sie auch auf vielen Ausstellungen im In - und Ausland Anerkennung gefunden hat.

Annette Kreutter studierte nach ihrer Ausbildung zur Goldschmiedin an der FH Düsseldorf . Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt im Unikatschmuck, dem als Basismaterial Silber, Gold und Farbsteine zugrunde liegen. Klare Linien sind charakteristisch für ihre zeitlosen Arbeiten. Dabei verwendet sie oft eine uralte, selten angewandte Goldschmiedetechnik, das Niello. Die sensible Farbigkeit dieser Stücke, der Kontrast von Silber, Palladium und dem nahezu schwarzen Niello harmoniert in besonderer Weise mit den streng geometrischen Grundformen der Entwürfe. Auf der Frankfurter Messe wurde ihr Schmuck mit dem höchsten Design Preis von Design Plus “Die acht Besten der Besten” ausgezeichnet!
Passend zu dieser großartigen Ausstellung passt sicher das Wort Friedrich Schillers:
“Alle Kunst ist der Freude gewidmet”.
Die Ausstellung begann am Sonntag, dem 18. Oktober um 11.30 Uhr mit einer Einführung durch die Kunsthistorikerin Ulrike Brandt und dauerte bis zum 08. 11. 2009.
Öffnungszeiten der Galerie:
Mittwochs, donnerstags und sonntags von 15.00 - 18.00 Uhr und jederzeit nach Vereinbarung.

Vorankündigung:
Der Gemeinde Lindern und der Galerie Lindern ist es gelungen, im November, Dezember und Januar eine bedeutende Ausstellung nach Lindern in die Galerie Lindern zu holen. Im Rahmen des “Föderalen Programms der Stiftung Preußischer Kulturbesitz” zeigt das Museum Europäische Kulturen - Staatliche Museen zu Berlin eine Auswahl von etwa 150 Adventskalendern aus seiner Sammlung. Neben der historischen Entwicklung der Adventskalender werden einzelne Künstler und typische Motive vorgestellt.
Ausstellung vom 28. 11. 2009 - 10.01.2010
Konzeption der Ausstellung: Tina Peschel, Museum Europäischer Kulturen - Staatliche Museen Berlin

Datum: Dienstag, 29. September 2009 11:34
Themengebiet: Allgemein Trackback: Trackback-URL
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