Ausstellung im April 2008

Am 27. April wird die neue Ausstellung der Galerie Lindern um 11.30 Uhr mit Arbeiten der Malerin Martina van de Gey und der Bildhauerin Sandra Silbernagel eröffnet. Einführen in die Ausstellung wird die Kunsthistorikerin Dr. Irmtraut Rippel-Manß.

Martina van de Gey, geb. 1958 in Bonn, lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Oldenburg.
Sie studierte Kunst an der Fachhochschule Köln und machte 1992 ihren Abschluss als Meisterschülerin bei Prof. Karl Marx.
Seit 1984 hat sie zahlreiche Ausstellungen mit Malerei, Zeichnungen und Videoinstallationen in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden aufzuweisen.
In der G A L E R I E L I N D E R N werden überwiegend neue Bilder zu sehen sein, in denen sich die Künstlerin, inspiriert durch eine Chinareise, mit dem Thema “China und Europa” auseinandersetzt.

“Vor allem der ungewohnte Blickwinkel von China auf Europa, den der Reisende durch den Aufenthalt im fremden Kulturkreis erfährt, hat diese Bilder geprägt”, sagt die Künstlerin.
Auf grob strukturiertem Hintergrund, der teilweise mit Schrift ausgefüllt ist, wird das moderne Europa als monochrome schwarze Figur gemalt. Comicartig, transparent, als Bild im Bild, werden Verbindungen vom traditionellen Europa zur Moderne dargestellt. Sie dienen als Transportmittel zwischen den Zeiten und den Kulturen.
Für den Betrachter gibt es gerade in diesen Inseln viel zu entdecken.
“Dabei unterwirft sich die Künstlerin nicht der folkloristischen Masche, die nicht selten die Begegnung mit fremden Kulturen für Außenstehende so unerträglich macht - ihre Malerei bleibt im abstrakten Bereich und sie bleibt zeitgenössische Kunst.
Die Bilder Martina van de Geys sind Meditationstafeln, sie stellen Fragen und lassen die Antworten offen. Der Betrachter wird von der rauen, keineswegs geschönten Farbigkeit angezogen, auch von den zum Teil rätselhaften Formen, und er wird dabei gezwungen, sich selbst über die inhaltlichen Beziehungen klar zu werden,” so der Kunsthistoriker Jürgen Weichardt.

Sandra Silbernagel, geb. 1973 in Fulda, studierte nach dem Abitur von 1994 - 1997 Bildhauerei an der Alanus Hochschule in Bonn. Seit dem Jahr 2000 lebt sie freischaffend als Bildhauerin in Münster/ Westfalen.
Seit 1997 zeigt sie auf einer langen Reihe von Ausstellungen ihre Arbeiten. Sie gehört sicher zu den jungen aufstrebenden Künstlern, die eine große Karriere vor sich haben.
“Kunst ist,” wie sie selbst sagt, “die Beseelung des Stoffes”. Dieser Satz ist der wesentliche Ausgangspunkt ihrer Arbeit.
Sie arbeitet einerseits mit dem Material Stein, der einen besonderen Reiz für sie hat. “Ich integriere in das Material geometrische Formen, die sich mit der stehen gelassenen Naturstruktur verbinden und so den Charakter des Steins unterstützen. Nie wird das Ausgangsmaterial verleugnet.”
Das andere Material, das es der Künstlerin angetan hat, ist das Papier bzw. die Bronze.

Bronzeflieger

Da entstehen Flugobjekte und Boote aus gefaltetem Papier, die mit einem speziellen Verfahren in Wachs getaucht und anschließend aus Bronze gegossen werden. Der Anspruch der Künstlerin dabei ist, das harte kühle Material in eine leichte, warme Form zu bringen - je fragiler, desto reizvoller. Die Objekte kommen auf dünnen hohen Bronzestäben in Bewegung und schwingen wie auf imaginären unsichtbaren Wellen im Raum. Die besondere Oberflächenstruktur unterstützt den Charakter des erlebt Lebendigen.

Datum: Samstag, 16. Februar 2008 12:16
Themengebiet: Allgemein Trackback: Trackback-URL
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