Mittwoch, 20. Oktober 2010 10:15
“Struktur und Farbe“ war der Titel der neuen Ausstellung in der G A L E R I E L I N D E R N, die am 21. November um 11.30 Uhr eröffnet wurde. Die Besucher der Galerie erwartete wieder eine spannende und hochaktuelle Ausstellung mit fünf verschiedenen Künstlern.
Es stellten aus:
Katrin Lühman und Ursula Pischel – Bilder und Zeichnungen
Catherine Grigull – Leuchten
Hartmut Müller – Glasobjekte
Brigitte Wiesecke – Schmuck
Einführung: Martina van de Gey
Dauer der Ausstellung: 21.11. – 12.12.2010
Öffnungszeiten der Galerie: Mittwochs, donnerstags und sonntags von
15. – 18.00 Uhr und jederzeit nach Vereinbarung.
In den Bildern Ursula Pischels erscheinen die Dinge nicht mehr als Reales, sondern als Farbflächen, Strukturen und Linien, die alles miteinander verbinden und neue erlebbare Räume schaffen - Farben, Formen, Licht und Schatten verwoben in der Schnelligkeit des Lebens. “Die Zartheit des Lebens wird in sanften Schichten dargestellt, die Farben spielen miteinander und der Verspieltheit des Lebens wird ein anderer Raum gegeben,”so die Malerin. Ursula Pischel lebt und arbeitet in Berlin.
Katrin Lühmann interessiert der Mensch, oft in der Bewegung. Diese Bewegungen sind eingefroren, wie ein einzelnes Bild einer Filmrolle. Es gibt ein Davor und ein Danach – aber nur im Kopf des Betrachters.
Sie zeigt ihn im Seitenprofil, als Rückenfigur, in das Bild hinein- oder hinausgehend, ohne Woher und Wohin – kurze atmosphärisch verdichtete Momentaufnahmen, aus dem Zeitfluss genommen. Die Gesichter sind nur vage gemalt, nicht in Details dargestellt, bleiben letztlich anonym. Katrin Lühmann lebt und arbeitet in Köln.
Catherine Grigull hat eine bewegte Karriere als Künstlerin in den verschiedensten Bereichen hinter sich. Sie arbeitete als Schauspielerin, Stuntfrau und Tänzerin bevor sie 1996 das Atelier “Loupiotte” gründete, das heute mit zu den 100 besten Adressen Berlins zählt.
Inzwischen ist die Künstlerin und selbständige Lichtdesignerin mit ihren Entwürfen in vielen Cafés, Restaurants und Lounges nicht nur in Berlin vertreten. Mitunter poetisch muten die Leuchten aus Papier an, ein Werkstoff, der einen angenehmen Lichtschein erzeugt und nicht mehr zu vergleichen ist mit den papierumhüllten Glühbirnen von schwedischen Möbelhäusern. Die skulptural anmutenden Leuchten werden überwiegend aus japanischem Washi Papier oder auch aus handgeschöpften Himalaya Papieren gebaut, mit unverkennbarem Stil: klare, meist geometrische Formen, dezente Farben und Strukturen. Die dazu nötigen Stahlgestelle und gelegentlich auch eigene Entwürfe entwickelt jeweils Catherine Grigulls Lebensgefährte Jochen Liedtke in seinem Metallatelier – beide ergänzen sich auf diese Weise optimal.
Hartmut Müller stellt zum zweiten Mal in der Galerie Lindern aus. Seine unkonventionellen Arbeiten entstehen durch das Spielen mit dem Material. Er entwickelt zeichnerisch und experimentell seine spannenden Objekte und durch die Beherrschung von Form und Farbe werden sie unverwechselbar. Müller lebt und arbeitet in Pinneberg.
Auch Brigitte Wiesecke ist den Besuchern der Galerie keine Unbekannte mehr.
Ihr Schmuck hat schon viele Liebhaber gefunden. Handwerkliche Präzision und Perfektion, Eleganz sowie formvollendete Schönheit charakterisieren die Arbeiten Wieseckes, wobei interessante und stimmige Materialkombinationen beeindrucken. Die Schmuckstücke basieren auf klaren geometrischen Grundformen und faszinieren in ihrer Zeitlosigkeit. Aufgenommen wird der Titel der Ausstellung “Struktur und Farbe”, durch den Einsatz von Edelsteinen und Perlen an ihren Werken kommt Farbe ins Spiel und unterstreicht die Struktur des Materials. Nachfolgend einige Aufnahmen aus der Ausstellung.